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Wenn du überlegst, unRaid für deine Heimserver-Lösung zu nutzen, ist es wichtig, die richtige Hardware auszuwählen. In diesem Artikel gehen wir detailliert darauf ein, welche Hardware du für unRaid brauchst, und geben dir wertvolle Tipps zur Auswahl der besten Komponenten basierend auf deinem Einsatzzweck. Also: unRaid welche Hardware?
Inhaltsverzeichnis
Was ist unRaid?

unRaid ist ein Betriebssystem für Heim- und Unternehmensserver, das vor allem als NAS (Network Attached Storage) oder für Virtualisierungen genutzt wird. Es bietet eine flexible und leistungsstarke Plattform, die sowohl für private als auch geschäftliche Zwecke geeignet ist. unRaid läuft auf allen x86-fähigen Plattformen, was bedeutet, dass es sowohl mit Intel- als auch mit AMD-Prozessoren kompatibel ist. unRaid funktioniert jedoch nicht auf ARM-basierten Systemen wie dem Raspberry Pi.
unRaid Welche Hardware wird benötigt?
Da unRaid auf x86-basierten Systemen läuft, sind fast alle modernen Intel- oder AMD-Prozessoren kompatibel. Die Mindestanforderungen sind recht niedrig:
- Ein 64-Bit fähiger Prozessor, der mit 1 GHz oder höher läuft.
- Mindestens 4 GB RAM für grundlegende NAS-Funktionen.
- Unterstützung von Linux-Hardwaretreibern für Speicher-, Ethernet- und USB-Controller.
- Zwei Festplatten, um den Datenschutz mit einer Paritätsfestplatte zu gewährleisten.
Für den Betrieb von unRaid benötigst du außerdem bestimmte Hardware-Komponenten, die je nach deinem Einsatzzweck variieren können. Es gibt jedoch einige grundlegende Richtlinien, die dir helfen können, die passende Hardware auszuwählen.
1. Einsatzzweck: NAS, Game Server oder Virtualisierung?
Der Einsatzzweck deiner unRaid-Installation hat maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl der Hardware. Die Anforderungen an die Hardware unterscheiden sich je nachdem, ob du unRaid als NAS, Game-Server oder für Virtualisierungen nutzen möchtest. Hier sind einige Überlegungen, die dir bei der Wahl der richtigen Komponenten helfen:
NAS-Lösungen: Stromsparend und viele SATA-Ports
Für den Betrieb eines NAS-Systems ist es wichtig, eine Hardware-Konfiguration zu wählen, die stromsparend ist und viele SATA-Ports bietet, damit du mehrere Festplatten anschließen kannst. Ein energieeffizienter Prozessor und ein Motherboard mit genügend Anschlüssen für Festplatten sind hier besonders wichtig. Viele NAS-Anwendungen erfordern nicht unbedingt die höchste Prozessorleistung, da sie hauptsächlich auf die Festplattenzugriffe und die Speicherung von Daten angewiesen sind.
- Prozessor: Hier reichen bereits energieeffiziente Intel- oder AMD-CPUs aus, wie etwa die Intel Core i3, Intel N100 oder AMD Ryzen 3-Prozessoren. Diese bieten genügend Leistung für die Verwaltung von Dateispeichern und können gleichzeitig den Stromverbrauch niedrig halten.
- Motherboard: Achte darauf, dass das Motherboard ausreichend SATA-Ports bietet. Viele Modelle haben acht oder mehr SATA-Ports, was dir erlaubt, viele Festplatten für dein NAS hinzuzufügen.
- Arbeitsspeicher (RAM): Ein Minimum von 4 GB RAM wird empfohlen, aber für größere NAS-Systeme oder Virtualisierungen kann es auch mehr sein. Beachte, dass unRaid auch mit ECC-RAM (Error Correcting Code) funktioniert, was die Stabilität des Systems erhöht.
Game-Server: Hoher Single-Core Takt erforderlich
Für den Betrieb eines Game-Servers, etwa für Minecraft oder ähnliche Spiele, ist eine hohe Single-Core-Leistung erforderlich. Viele Spiele-Server-Software-Pakete sind darauf ausgelegt, einzelne Threads stark auszulasten. Aus diesem Grund solltest du bei der Auswahl der CPU eine aktuelle Desktop-CPU bevorzugen, die einen hohen Single-Core-Takt bietet.
- Prozessor: Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5-Prozessoren sind eine ausgezeichnete Wahl, da sie eine hohe Leistung pro Kern bieten und die meisten modernen Spiele problemlos ausführen können.
- Motherboard: Ein Board mit PCIe-Steckplätzen für eine mögliche Erweiterung (z. B. Grafikkarten oder Netzwerkadapter) ist empfehlenswert.
- Arbeitsspeicher (RAM): Da Game-Server viel RAM benötigen können, solltest du mindestens 8 GB RAM einplanen, besser sind 16 GB oder mehr, je nach Anzahl der Spieler und der Serveranwendungen.
Virtualisierungen: Viel RAM und Multi-Core-Prozessoren
Wenn du unRaid zur Virtualisierung von verschiedenen Systemen (z. B. durch die Nutzung von Docker-Containern oder virtuellen Maschinen) verwenden möchtest, ist es wichtig, dass die Hardware sowohl über viel RAM als auch über Multi-Core-CPUs verfügt. Virtualisierungen profitieren von Prozessoren, die viele Kerne haben und in der Lage sind, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten.
- Prozessor: Hier sind Intel Xeon oder AMD Ryzen 7-Prozessoren besonders zu empfehlen, da sie mit einer großen Anzahl an Kernen ausgestattet sind und daher für Virtualisierungen ideal sind.
- Motherboard: Ein Board mit mehr PCIe-Steckplätzen und hoher RAM-Kapazität (mindestens 16 GB, idealerweise 32 GB oder mehr) ist hier wichtig.
- Speicher: Die Anzahl der SSDs oder Festplatten sollte höher sein, da du verschiedene virtuelle Maschinen und Container darauf speichern möchtest.
2. Erweiterbarkeit: Mehr Festplatten und RAM
Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Hardware für unRaid ist die Erweiterbarkeit. unRaid ermöglicht es dir, einfach weitere Festplatten hinzuzufügen, ohne das gesamte System neu aufsetzen zu müssen. Achte also darauf, dass deine Hardware dies unterstützt.
- Festplattenanschlüsse: Je mehr Festplattenanschlüsse dein Motherboard hat, desto besser. Du kannst zusätzliche SATA- oder SAS-Controllerkarten hinzufügen, um mehr Festplatten zu integrieren.
- RAM-Erweiterung: Für den Fall, dass du mehr RAM benötigst, sollte das Motherboard erweiterbar sein. Achte darauf, dass das Board genug Slots für zusätzlichen RAM bietet.
3. Weitere wichtige Faktoren
Neben dem Einsatzzweck und der Erweiterbarkeit gibt es noch einige weitere Faktoren, die du bei der Auswahl der unRaid-Hardware berücksichtigen solltest:
- Stromverbrauch: Wähle Komponenten, die effizient im Stromverbrauch sind, insbesondere bei NAS- oder Backup-Systemen.
- Lautstärke: Achte darauf, dass deine Hardware leise arbeitet, insbesondere wenn der Server in einem Wohnbereich läuft. Wähle leise Festplatten und ein gutes Gehäuse mit Lärmdämmung.
- Kompatibilität: Überprüfe vor dem Kauf, ob alle Komponenten miteinander kompatibel sind und ob unRaid die Hardware vollständig unterstützt.
4. Formfaktor: Mini-PCs, Desktop oder Rackmount für unRaid-Systeme
Die Wahl des Formfaktors spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der richtigen Hardware für unRaid, insbesondere wenn du den Server in deinem Zuhause oder Büro aufstellen möchtest. Der Formfaktor beeinflusst nicht nur den Platzbedarf, sondern auch die Erweiterbarkeit und Kühlung des Systems. Hier sind die gängigsten Optionen für unterschiedliche Anwendungen:
Mini-PCs für Game- oder Application-Server
Für Game-Server oder kleinere Application-Server, bei denen der Platz begrenzt ist, bieten Mini-PCs eine hervorragende Lösung. Diese kompakten Geräte bieten eine solide Leistung bei geringem Stromverbrauch und sind besonders dann sinnvoll, wenn du keinen großen Desktop-PC oder Server-Rack verwenden möchtest.
- Vorteile: Mini-PCs sind äußerst kompakt und energieeffizient, wodurch sie perfekt für kleinere Umgebungen geeignet sind. Viele Mini-PCs sind mit leistungsstarken Prozessoren ausgestattet, die für Game-Server oder leichte Anwendungen ausreichen.
- Nachteile: Die Erweiterbarkeit ist oft eingeschränkt, was bedeutet, dass du möglicherweise nur eine begrenzte Anzahl an Festplatten oder RAM hinzufügen kannst. Auch die Kühlung könnte bei intensiver Nutzung problematisch werden.
Empfohlene Modelle: Ein Mini-PC mit einem aktuellen Intel i5/i7 oder AMD Ryzen 5 Prozessor eignet sich gut für kleinere Game-Server, da er eine hohe Single-Core-Leistung bietet und dabei relativ energieeffizient bleibt.
Desktop-PCs für NAS und kleine Serverlösungen

Ein Desktop-PC ist eine weitere gängige Option für den Einsatz von unRaid, insbesondere wenn du ein NAS oder einen kleinen Server mit vielen Erweiterungsoptionen benötigst. Diese PCs bieten genug Platz für zusätzliche Festplatten und Erweiterungskarten und sind flexibler als Mini-PCs.
- Vorteile: Desktop-PCs bieten mehr Erweiterungsmöglichkeiten, sei es für zusätzliche Festplatten, RAM oder Grafikkarten. Sie sind auch in der Regel leichter zu kühlen als Mini-PCs und bieten eine höhere Leistung für anspruchsvollere Anwendungen.
- Nachteile: Sie nehmen mehr Platz in Anspruch und sind oft weniger energieeffizient als Mini-PCs, was für NAS- oder Speicherlösungen in großen Mengen problematisch sein kann.
Empfohlene Modelle: Ein Desktop-PC mit einem Intel Core i5/i7 oder AMD Ryzen 5 Prozessor und mindestens 16 GB RAM eignet sich gut für NAS- und kleinere Server-Anwendungen. Achte darauf, dass das Motherboard genügend SATA-Ports für Festplatten und SSDs bietet.
Rackmount-Server für NAS und größere Serverlösungen

Für größere NAS-Systeme oder Serverlösungen, bei denen viele Festplatten und eine hohe Erweiterbarkeit erforderlich sind, ist ein Rackmount-Server die beste Wahl. Rackmount-Server bieten den Vorteil, dass sie in einem 19-Zoll-Rack untergebracht werden können, was besonders in professionellen oder industriellen Umgebungen praktisch ist.
- Vorteile: Rackmount-Server bieten erheblich mehr Platz für Festplatten, leistungsstärkere CPUs und eine bessere Kühlung. Sie sind skalierbar und ermöglichen es dir, zahlreiche Festplatten und Erweiterungskarten zu integrieren. Sie eignen sich hervorragend für die Virtualisierung oder den Betrieb von großen NAS-Systemen.
- Nachteile: Rackmount-Server sind groß, benötigen viel Platz und sind meist teurer. Zudem sind sie weniger für den Heimgebrauch oder kleine Büros geeignet, da sie oft lauter und schwerer zu handhaben sind.
Empfohlene Modelle: Ein Rackmount-Server mit einem Intel Xeon oder AMD EPYC Prozessor, mindestens 32 GB RAM und einer großen Anzahl an SATA-Ports ist ideal für NAS und Virtualisierungs-Anwendungen. Rackmount-Gehäuse bieten oft Platz für 12 oder mehr Festplatten und sind damit perfekt für größere Datenspeicherlösungen.
Die Wahl des Formfaktors hängt stark vom Einsatzzweck und den Platzverhältnissen ab. Mini-PCs sind eine ausgezeichnete Wahl für kompakte Game-Server und kleinere Application-Server, während Desktop-PCs für NAS-Systeme und kleinere Serverlösungen mehr Erweiterungsoptionen bieten. Rackmount-Server bieten die beste Skalierbarkeit und Erweiterbarkeit, eignen sich jedoch eher für größere Umgebungen, in denen viele Festplatten und ein hoher Serverbedarf erforderlich sind. Überlege dir, welche Anforderungen du an deinen Server hast, und wähle den Formfaktor entsprechend deinen Bedürfnissen.
Fazit: unRaid Welche Hardware ?
Die Wahl der richtigen Hardware für unRaid hängt stark von deinem Einsatzzweck ab. Wenn du ein NAS-System betreiben möchtest, solltest du nach einer energieeffizienten Lösung mit vielen SATA-Ports suchen. Für Game-Server ist ein Prozessor mit hohem Single-Core-Takt erforderlich, während für Virtualisierungen eine starke CPU mit vielen Kernen und viel RAM notwendig ist. Denke daran, dass unRaid auf allen x86-basierten Plattformen läuft, einschließlich Intel- und AMD-CPUs, aber nicht auf ARM-basierten Geräten wie dem Raspberry Pi.
Indem du die Anforderungen an deinen Server analysierst und die passende Hardware auswählst, kannst du sicherstellen, dass dein unRaid-Server die Leistung und Flexibilität bietet, die du benötigst.
FAQs zu unRaid Welche Hardware
Welche Hardware benötige ich für unRaid?
Für unRaid benötigst du einen 64-Bit fähigen Prozessor, der mindestens mit 1 GHz läuft, sowie mindestens 4 GB RAM für grundlegende NAS-Funktionen. Weitere Anforderungen hängen vom Einsatzzweck ab, z.B. für Game-Server oder Virtualisierungen. Du solltest auch sicherstellen, dass dein System Linux-Hardwaretreiber für Speicher, Ethernet und USB-Controller unterstützt.
Kann ich unRaid auf einem Raspberry Pi verwenden?
Nein, unRaid funktioniert nicht auf einem Raspberry Pi, da es nur auf x86-fähigen Plattformen läuft, also mit Intel- oder AMD-Prozessoren. Der Raspberry Pi verwendet einen ARM-Prozessor, der nicht kompatibel ist.
Was ist der Unterschied zwischen unRaid für NAS und Game-Server?
Für NAS-Lösungen solltest du nach einer energieeffizienten Hardware mit vielen SATA-Ports suchen, um mehrere Festplatten anzuschließen. Ein Game-Server benötigt dagegen eine hohe Single-Core-Leistung, weshalb moderne Desktop-CPUs mit hohem Takt empfohlen werden.
Wie viele Festplatten kann ich in unRaid hinzufügen?
unRaid ermöglicht es, Festplatten nach Bedarf hinzuzufügen. Die genaue Anzahl hängt von der Anzahl der verfügbaren SATA-Ports deines Motherboards oder zusätzlicher Erweiterungskarten ab. In Rackmount-Servern können oft 12 oder mehr Festplatten untergebracht werden.
Was bedeutet „Erweiterbarkeit“ bei der Auswahl der unRaid-Hardware?
„Erweiterbarkeit“ bezieht sich auf die Möglichkeit, die Hardware nachträglich zu erweitern, z.B. durch das Hinzufügen zusätzlicher Festplatten, RAM oder Erweiterungskarten. Bei unRaid kannst du ganz einfach mehr Speicher und Leistung hinzufügen, wenn sich deine Anforderungen ändern.
Wie wähle ich den richtigen Formfaktor für unRaid aus?
Der Formfaktor hängt von deinem Einsatzzweck ab. Für kleinere Setups eignen sich Mini-PCs, für erweiterbare NAS-Systeme sind Desktop-PCs geeignet. Wenn du viele Festplatten benötigst und einen großen Server betreiben möchtest, ist ein Rackmount-Server die beste Wahl.
Welche weiteren Anforderungen gelten, wenn ich Anwendungen oder virtuelle Maschinen hinzufüge?
Wenn du unRaid für Virtualisierungen oder das Hinzufügen von Anwendungen (z.B. Docker-Container) verwenden möchtest, benötigst du eine leistungsstärkere CPU, mehr RAM (mindestens 16 GB) und schnellere Speicherlösungen, wie SSDs, für eine gute Performance.
Kann ich unRaid auf einem älteren PC installieren?
Ja, unRaid kann auf älteren x86-PCs laufen, solange sie die Mindestanforderungen erfüllen. Ein älterer PC mit einem 64-Bit-Prozessor und mindestens 4 GB RAM ist ausreichend für grundlegende NAS-Funktionen, aber für anspruchsvollere Anwendungen (wie Virtualisierungen) solltest du auf eine leistungsstärkere Hardware setzen.
Welche Vorteile bietet unRaid im Vergleich zu anderen NAS-Lösungen?
unRaid bietet eine flexible Speicherverwaltung, bei der du Festplatten unterschiedlicher Größe nutzen und nach Bedarf hinzufügen kannst. Es bietet auch paritätsbasierten Schutz für deine Daten und unterstützt Docker-Container sowie die Virtualisierung von Systemen. Das macht es zu einer leistungsstarken Lösung für anspruchsvollere Anwendungen.